Wie der Mann sein Qi entdeckt und beeinflusst – Teil 2

Wie kann der Mann sein Qi beeinflussen?

„Gedanken, Gefühle, Gedanken, Gefühle“ und immer so weiter, dieser Mechanismus muss nicht sein.

Um diese Kette aufzulösen ist Folgendes notwendig:

1.) Akausalität: die Ursache und Wirkung unterbrechen

Das Prinzip der Meditation: dort, wo man die Gedankenkette unterbricht, die man normalerweise in der Alltäglichkeit beibehält.

Wenn man Lücken oder Leerstellen schafft, sich der Zeit aussetzt, entsteht dort Kreativität. Nur so entsteht Müßiggang und Erfindergeist.

Langeweile könnte man öfter aushalten anstatt mit anderen Tätigkeiten zuzudecken.

2.) Diskontinuität:

Das Prinzip der Diskontinuität ist sehr eng mit Kausalität verbunden. Eins geht über ins andere und Beständigkeit ist in Wirklichkeit nicht beständig. Kreativität kommt immer von etwas, das nicht konditioniert ist. Im Moment der Kreativität hebt man die Kontinuität auf.

Letztlich geht es darum, Lücken und Leerstellen zu schaffen. Dort, wo das Qi geformt wird, nicht aus der Fülle. Aus der Fülle kommt keine Kreativität.

Mit den männlich dominierten Werten sind wir allgemein in unserer Gesellschaft in einer unempathischen und berührungslosen Zeit angelangt, weil wir in der Kette von Kausalitäten stecken bleiben, oder die trivialen Abläufe nicht besser nutzen. Wie soll man da mal rauskommen?

Akausalität und Diskontinuität sind wichtige Aspekte, die zum Qi führen.

Qi ist ein Feld, in dem wir uns andauernd bewegen und das andauernd in Bewegung ist. Und es gibt viele Arten von Qi. Da Energie alles durchdringt, auch alles was geschieht, sind wir immer ein Teil dieses Energiefeldes, das unter anderem davon abhängt, wie wir mit dem Feld in Verbindung stehen. Deshalb steht auch die Betrachtung des Qi von der Umwelt, seinem Wohn- und Lebensraum zur eigenen Körperenergie in Beziehung, indem die eigene Umwelt so harmonisch gestaltet werden kann, dass ungünstige und schädliche Einflüsse beseitigt werden. Die Gestaltung des Raumes, wie sie im Feng Shui angewendet wird, trägt zur Harmonisierung verstockter Energien bei. Auch hierbei treten wieder die Grundlagen der Yin-und-Yang-Lehre, die Acht Trigramme sowie die Fünf-Elemente-Lehre in Kraft.

Generell ist die unmittelbare Verbindung zum eigenen Körper sehr wesentlich, um sein eigenes Qi zu entdecken, welches das Feld, in dem wir uns bewegen, beeinflusst.

Für dieses Qi steht der „Innere Atem“ (Neiqi), der seit der Geburt als Energie im Körperinneren gespeichert wurde. Sie wird auch als Ur-Qi bezeichnet und bildet unseren Kern, wie Geist und Körper, Speichel und den männlichen Samen.

Der „äußere Atem“ (Waiqi) ist die eingeatmete Luft.

Der Ätherkörper oder Energiekörper steuert den physischen Körper. Ist der Qi-Körper, das heißt samt seinen 7 Ebenen oder Chakren, bei einem Mann stark entwickelt, hat er viele Lebenserfahrungen und sein gesamter Körper stärkt dementsprechend von innen nach außen seine Aura. Diesen Energiekörper bewusst zu machen, geht am besten mit energetischer Körperarbeit, wie zum Beispiel durch Tantra, Qi Gong, Shiatsu und Yoga. In allen Körperarbeiten dieser Art ist bereits eine meditative Form angezeigt: Langsamkeit, nach Innen gerichtet und konzentriert.

Wenn der Mann sich mehr diesen Körperarbeiten widmet, steht ihm ein Raum zur Verfügung, der ihn über die oberflächige sichtbare Welt in eine tiefere Welt hineinträgt. Wenn er sein Qi erforscht, hinterfragt er nicht nur sein eigenes System, sondern auch Systeme außerhalb seines Körpers. Auf dieser Ebene geht es um bewusstes Öffnen, Erleben oder Erfahren. Um Bewusstseinsentwicklung.

Allgemein ist in der Körperarbeit der Kontakt mit dem eigenen Qi das Wesentlichste. Wenn das geschieht, kann man auch nicht mit dem Qi einer anderen Person in Kontakt kommen. Es bedarf Mut, sich für dieses Feld zu öffnen. Gleichzeitig geht das auch nur mit Intuition.

1.) Wir erkennen an, dass unser innerer Lehrer die Intuition ist und akzeptieren sie.

2.) Wir schaffen somit Raum, in dem jeder auch an sich selbst arbeiten kann.

3.) Wir können erkennen, was mein Qi ist und welches der anderen Person.

Außerdem gibt es durch Berührung zweier Menschen zwei Ausgangssituationen. Bin ich der/ die Berührte oder der/die berührt wird. Das muss nicht professionell sein. Jede Paarbeziehung kann sich durch ihre intimen und sexuellen Zuwendungen in ihrer Form diese kleine Stütze vor Augen führen. Bin ich der aktive oder passive Teil? Für den, der aktiv ist, ist wesentlich:

4.) Ich erlaube es mir, da zu berühren, wo es mich hinzieht.

5.) Die Gefühle sind insofern bedeutend, da ich erkenne, dass sie eine Art von Qi sind.

Bevor jemand berührt, muss er zunächst sein Energiefeld erkunden.

1.) Mein Raum ist mein Energiefeld.

2.) Unser Raum ist unser Energiefeld.

3.) Trennung der Energiefelder wahrnehmen.

Alle, die auf energetischer Ebene berühren, müssen ihr Energiefeld etablieren können. Das bedeutet für einen Therapeuten oder professionellen Körperarbeiter, dass er in der Lage ist, sich bei jedem Klienten neu aufzubauen, einzurichten, zu sichern und zu stärken. Ursprünglich geht ja auch der Begriff etablieren auf das lateinische Verb stabilire zurück, aus dem établir (franz.) hervorging.

Für den Klienten bedeutet etablieren, sein eigenes Energiefeld zu erkunden, um sich einlassen zu können. Dieser Prozess ist für ihn aber von vorn herein schwieriger, wenn er mit seinen Blockaden, Lasten, Sorgen und spezifischen Themen in Erwartung einer Lösung kommt. Deshalb ist es für den Therapeuten wichtig, den Klienten achtsam wahrzunehmen, aber ohne Projektionen und Bewertungen. Dadurch lässt man den Klienten selbst die Chance, einen differenzierten und klaren Blick auf die Situation, sein Umfeld und sich selbst zu gewinnen.

Für einen Körper-Therapeuten besteht die grundlegende Aufgabe darin, jenen Körperbereich zu erspüren, d. h. nichts Konkretes oder Punktuelles oder einen Grund für etwas zu suchen.

Wichtig ist nur, zu spüren, wo der Fluss unterbrochen ist, also in welchem Bereich.

Wenn Qi wirklich im Fluss ist, zeigt sich Qi auch nicht. Wir sind dann mit Qi eins.

Für den Therapeuten gilt folgender Leitsatz:

„Nur was ich direkt über mich denke und fühle und nur was mit mir zu tun hat, kann ich beeinflussen und verändern. Alles andere folgt dem Projektionsmechanismus.“

Der Unterschied zwischen Sprach- und Handlungsebene wird dann deutlich. Die verbale Energie beeinflusst die Handlungsenergie. Es besteht zwischen beiden Aspekten ein proportionales Verhältnis. Alles, was in die verbale Energie reingesteckt wird, fehlt dann in der handelnden Energie. Bei vielen geht es nur über den Kopf. Man spricht von „Talking Heads“, wenn diese Energie im Ungleichgewicht ist. Das Gefühl für die feinstoffliche Ebene des 4. ( Herzchakra) und 5. (negativ ätherischer Körper/Kehlkopfchakra) Chakras könnte helfen, dieses Ungleichgewicht zu harmonisieren.

Nicht nur in der Körperarbeit, sondern auch allgemein im Alltag ist das Gefühl für den zeitlichen Zwischenraum bedeutend, der Anspannung und Entspannung ausgleicht. Das Gefühl für diesen Ausgleich kann sich nur in diesem Zwischenraum oder Intervall entwickeln. Ein Mann, der immer entspannt ist, kann sich genauso wenig spüren wie ein Mann, der dauernd angespannt ist. Intervallbewegungen, die eine gewisse Resilienz fördern, sind daher in unserer rasanten und produktiven Zeit sehr wichtig, da sie die innere Balance und damit das Lebens-Qi stärken. Aber nicht nur. Die sinnliche Berührung zweier Körper ist das Verbindungsstück zum unmittelbar wahrnehmbaren Qi. Dort, wo der Zwischenraum jenseits von Anspannung und Entspannung entsteht. Wo Fühlen ohne Denken möglich ist, entsteht Leere. Dort, wo man sich der Zeit aussetzt, tief berührt und jene mechanische Verkettung von Gedankenmuster aufgehoben wird. So bekommt der Körper und der Geist den richtigen Impuls, sich selbst zu heilen und das Qi so zu nutzen, wie es natürlicherweise gebraucht wird. Frei fließendes Qi ist nicht sichtbar, aber wir können durch Berührung unserer Körper Qi aufspüren, wo es blockiert ist.

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