Lebenselixier des Mannes

Ein langes Leben, Schönheit oder etwas, was das Leben verjüngt, ist eine in jedem Menschen innewohnende Sehnsucht. In allen Kulturen und Weltanschauungen der Menschheit verband man mit Elixier eine Verwandlung, Transmutation oder ein Allheilmittel, das ursprünglich durch seinen Gebrauch einen Teil der eigenen körperlichen Kräfte oder Körpersäfte regenerieren sollte. Wasser ist bis heute eines der geheimnisvollsten Elixiere geblieben, nicht nur für Schamanen und in der Homöopathie.

Sun Simiao (581-682), welcher der „König der Medizin“ genannt wurde, benannte das Wasser zu seiner Zeit in China als Essenz, welche „die Grundlage für männliche Ausstrahlung und Erotik ist, sie erdenkt und vermehrt“. Viele wissen, dass Wasser eine belebende Energieform und überhaupt die Verbindung des Lebens ist. Doch die Komplexität macht erst die Kraft dieses Elementes aus. Selbstregulierend, transformierend, neutralisierend, reinigend, versorgend, heilend, sind nur einige der wesentlichen Eigenschaften des Wassers, die in uns und außerhalb von uns wirken. Das Wesen des Wassers ist so vielschichtig und tiefgründig, wie das Leben selbst. Es ist unerschöpflich. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile so viele neue Erkenntnisse, die Wissenschaftler und Wasser-Forscher wie Masaru Emoto immer weiter voranbringen. Die Faszination geht noch weit darüber hinaus. Das uralte Wissen der daoistischen Theorie, die Lehre der Fünf Elemente und das Konzept von Yin und Yang bilden nicht nur die Grundlage für die TCM, Qi Gong, und Shiatsu. Wo auch immer der Blick ein nach Innen gerichteter ist, werden wir nicht über das Element Wasser hinwegkommen oder es übersehen. Das Wasser symbolisiert alles, was ist. „Das höchste Gute gleicht dem Wasser“ oder „Des Wassers Gutsein: Es nützt den zehntausend Wesen“ (Tao Te King, Kapitel 8, in der Übersetzung von G. Debon), ist nur ein Teil der großen Philosophie, die uns heute immer mehr begegnet, beeinflusst und zurück ins Gleichgewicht bringt. Wasser berührt tiefer, als man denkt.

In dieser Beziehung ist es für den Mann gut zu wissen, dass seine Lebenskraft davon abhängt, wie er sich mit seinen natürlichen Kräften verbindet. Dazu muss er mit seinem Körper eine achtsame, bewusste und innere Haltung eingehen. Er muss fühlen, wo seine Schwachstellen im Körper sind, und er muss mit diesen in Kontakt treten. So kann man viele Krankheiten vorbeugen. Zum Beispiel ist bekannt, dass Frauen dies eher tun und auch schneller auf symptomatische Erscheinungen reagieren. Jeder Mann kann selbst – sinnlich und spirituell – über dieses Element mit seinen verschiedenen Energieformen lernen. Jeder Mann kann seine eigene Kraftform über dieses Elixier finden, wenn er sich bewusst mit der Kraft des Wassers verbindet. Es geht darum, dieses Element im Zusammenhang mit seinem eigenen Körper zu beobachten. Erst dann wird verstanden, was es mit einem selbst macht. Das geht nur bewusst. Diese Erfahrungen sind die besten Erkenntnisse überhaupt. Dass wir zu über 70 % aus Wasser bestehen, reicht als Erkenntnis nicht aus. Auch nicht die Empfehlung, 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag zu trinken. Die neue Formel für die Wassermenge pro Tag wäre exakt 0,035 x Körpergewicht = Menge an Wasser. Aber es geht auch darum, wie Wasser verwendet wird. Schluck für Schluck und ganz bewusst.

Die tiefe Einsicht in seinen Körper ist also verbunden mit dem Element Wasser. Im Winter, wo Rückzug natürlich ist, stärkt man besonders seine Blasen und Nierenenergie. Das wiederum nährt ein starkes Rückgrad. Nicht nur für Frauen kann dies interessant sein. Auch Männer haben kalte Füße und sie frösteln ebenfalls, wenn ihre Blasen- und Nierenenergie geschwächt ist. Meistens liegt bei ihnen dann eine Nieren-Yang-Schwäche vor. Was noch mit dem Wasserelement im Zusammenhang steht, ist die Synergie des Herz-Nierenkreislaufes. Auf Dauer kann ein schwaches Herz die Niere schwächen und umgekehrt, Bluthochdruck ebenfalls. Ein Teufelskreis. Ein besseres Körperbewusstsein des Mannes steht unmittelbar mit dem Wasserhaushalt des Körpers im Zusammenhang. Denn Blut und Wasser fließen im Körper zusammen und miteinander.

Wenn ein Mann also nicht nur im Winter seine Lebensenergie stärken will, könnte ein Ansatz die Harmonisierung von „Feuer und Wasser“ sein. Sind beide Energien miteinander verbunden, wirkt dies positiv auf das gesamte Qi. Man spricht von Qi-Harmonie. Ein weiterer Punkt ist die Kopflastigkeit, insbesondere auch bei vielen Männern, die zum Beispiel im höheren Management tätig sind, oder überhaupt bei Männern, die andauernd und viel denken. Sie atmen einfach nicht in einen harmonischen Fluss. Das dauerhafte und grüblerische Denken hindert sie daran, mit Körper und Atmung eins zu sein. Diese Gruppe schwächt ebenfalls ihre Wasserenergie, eben weil sie nicht mit ihrem Herz verbunden sind. Sie schwächen damit ihr Lebenselixier.

Wenn ein Mann dauerhaft emotional und geistig angespannt ist, führt dies zur Blockierung des Qi-Flusses, gleichermaßen auch zur Schwächung des Nieren-Blasen-Qi. Müdigkeit, Erschöpfung, Kälteüberempfindlichkeit sowie Lendenwirbelsäulen- und Gelenkprobleme bis hin zur Steifigkeit deuten darauf hin. Die Symbolkraft des Wassers geht aber noch tiefer. Das Wasser symbolisiert auch das „Tor des Lebens“. Durch dieses wird Vergänglichkeit, aber auch gleichzeitig Veränderung und Neubeginn sichtbar. Das Wasser ist das Element für Ursache und Wirken. In der TCM befindet sich der betreffende Punkt Du4 genau im Lumbalbereich unterhalb von Lendenwirbel 2. Eine spätere Theorie in der TCM besagt, dass links die Wasser-Niere und rechts die Feuer-Niere liegt und Ming Men, also das „Tor des Lebens“, dazwischen. In dieser Vorstellung ist dort der Punkt, wo Yin-Essenz und Yang-Qi entstehen.

Da wir psychosomatische Wesen sind, ist es auch für den Mann wichtig, sich mit diesem „Inneren Kern“ zu verbinden. Das Wasserelement spiegelt symbolisch sein eigenes Seelenverhältnis wider. Das gesundheitsfördernde Elixier wirkt über das Bewusstsein. Ein bejahendes Fühlen und Empfinden ist der Schlüssel im Umgang mit seinen Gefühlen, für sein Herz und damit seine Seelen- und Wasserenergie. Der Mann kann mit der Verbindung zu seinem „Inneren Kind“ auch seine Psyche besser verstehen lernen. Die Psyche wird heute als Ursache für viele Krankheiten gesehen. Er darf auch seinen körperlichen Schmerz mehr Aufmerksamkeit schenken. Zum Beispiel ist bekannt, dass der Abzug des Bewusstseins von einem Organ psychosomatische Erkrankungen entstehen lassen. Das gilt auch für Prostata. Wenn er weiß, was dahintersteckt, was der Sinn dahinter ist, versteht er, wie er die Krankheit selbst auflösen kann. Das Leben bewusst im Fluss zu halten, die Polaritäten von Yin und Yang zu verstehen und mit dem Wasserelement in Resonanz zu treten, ist daher immer das beste Elixier. Es ist ein Signal des Lebens.

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