Innere Stimme des bewussten Mannes

Das Meiste in unseren Köpfen bezieht sich im Alltag auf Entscheidungen. Entscheidungen, die uns bewusst und unbewusst durch unser alltägliches Leben führen. Eine gute Wahl oder Entscheidung zu treffen, hängt von vielen Faktoren ab, und das am meisten von unserer Stimmigkeit. Kein anderer Coach weiß besser darüber Bescheid, als die eigene innere Stimme. Bei jedem Mann, auch bei Führungskräften und im systemischen Management, ist die innere Stimme entscheidend für Erfolg. Sie ist sogar ein Synonym für Emotionale Intelligenz.

Dieser Begriff wurde anfänglich von D. Mayer und Peter Salovey 1990 eingeführt. Mit dem 1995 erschienen Buch „EQ. Emotionale Intelligenz“ von Daniel Goleman entstand neben der bisherigen Auffassung von Intelligenz ein Konkurrent des „IQ“ unserer Zeit. Heute kommt es vor allem auf eines an: „EQ statt IQ“. Und wer erfolgreich sein will, muss sein Herz mit seinem Verstand verbinden können. Das wissen wir.

Heute sind sich darin Wissenschaftler, Philosophen und sogar einige wenige Unternehmer einig. Es sind aber immer noch zu wenige Männer. Die innere Stimme des bewussten Mannes ist wohl mit der Emotionalen Intelligenz vergleichbar. Es gibt sie, die bewussten Männer, die ihre innere Stimme stärker werden lassen, ihr folgen und sie auch bewusst zu etwas Höherem einsetzen. Sie haben ein Gespür für sich und andere Menschen. Entscheidend sei das Bauchgefühl, sagen die einen, die anderen meinen, die innere Stimme. Und was ist nun wirklich meine innere Stimme? Was unterscheidet sie vom Bauchgefühl? Wie kann ich meine innere Stimme finden? Wann ist sie überhaupt wahrnehmbar? Wie kann ich sie bewusster oder stärker werden lassen?

Diese Fragen können fast nur implizit beantwortet werden. Wer beides fühlt, weiß wie, aber so genau lässt es sich nicht erklären. Praktisch erlernt man implizites Wissen nur durch Körper-Wissen, auch die innere Stimme. Also bleiben wir beim Können oder „tacit knowing“. Durch Praxis.

Manchmal ist uns bei ungelegenen Situationen mulmig. Ein stockender Atem, Ziehen in der Brust, Schwindel im Kopf oder Schauer den gesamten Rücken entlang machen uns auf etwas in uns körperlich aufmerksam. Meistens sind dies die körperlichen Reaktionen auf eine unliebsame Handlung. Kurzzeitig. Oder wir tun etwas routiniert, ohne Bewusstheit. Dann können sich sogar psychische oder körperliche Beschwerden regelrecht einschleichen. Chronisch. Bekannte Situationen, bekannte Muster, wer kennt das nicht. Wenn man nicht auf sich selbst acht gibt, wird einem früher oder später die innere Stimme bewusst werden. Wo bleiben nun die geistigen Reaktionen? Also, die liebsamen Handlungen? Die innere Stimme ist kein Bauchgefühl und doch hat sie ein wenig damit zu tun. Wir können sie uns vorstellen und festmakern. Eine Orientierung, mystischer Impuls, „Es“, Autopilot, Überbewusstsein, Intuition und allgemein auch Bauchgefühl. Verwechselt wird die innere Stimme mit dem Bauchgefühl oft. Warum?

In dem Stimmengewirr, das tagtäglich in unseren Köpfen ein und aus geht, werden andauernd Fragen gestellt und Antworten gegeben, entweder antreibende, vernünftige oder unvernünftige. Die meisten davon werden uns auferlegt, von Außen kommend und unseren nicht reflektierten Egos zur Verfügung gestellt. Das Ego hat das Sagen. Es spielen auf dieser Instanz die verschiedenen Ich-Funktionen, wie Bewerten, Verstehen und ihre Abwehrmechanismen eine beträchtliche Rolle. Was als unangenehm gefühlt wird, aber auch unangenehme Gedanken, werden unterschiedlich verdrängt. So schaltet sich zum Beispiel schon sehr zeitig der Verstand ein, während alle einhergehenden Informationen unbewusst verarbeitet werden. Schnelle Entscheidungen sind nur möglich aufgrund von unbewussten (impliziten) Abläufen. Weil dieser Verarbeitungsmodus wesentlich schneller ist und in der Lage, mehrere Prozesse gleichzeitig ablaufen zu lassen, als der bewusste (explizite) Ablauf, können wir niemals bewusst zwei oder mehrere Dinge gleichzeitig. Das ist vollkommen unmöglich.

Ein Bauchgefühl kommt also schnell, implizit und ermöglicht es, auf eine Situation durch das Abrufen von Mustern entsprechend zu reagieren. Die innere Stimme aber kommt nicht schnell oder langsam. Sie ist eigentlich immer da, wenn wir achtsam sind. Dann machen wir uns mit ihr vertraut. Sie ist weise, weitsichtig und vorausschauend. Und sie lehrt uns, die eigenen und fremden Gefühle sorgfältiger und genauer wahrzunehmen, um sie besser zu verstehen und bewusst auf sie einwirken zu können.

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit der inneren Stimme im Kontakt zu sein. Erstens durch Praxis und zweitens durch Praxis. Die eine Praxis ist die Verbindung mit Körper und Geist zu sich selbst, die andere die Verbindung zu Mitmenschen. In diesem Kontext helfen auch Persönlichkeitsmodelle, wie BiG Five oder DISG, unser Potenzial der inneren Stimme herauszuholen. Wenn eines konstant ist, dann die innere Stimme, im Gegensatz zum Bauchgefühl. Die innere Stimme ist die Entität, der Kern, das Zentrum, von dem aus klares und erkennendes Handeln möglich ist. Durch sie kann erst Empathie entstehen. Selbstreflektierende Fragen wie zum Beispiel: Was ist mein Wert, Affirmationen und Autosuggestionen sind ebenfalls praxisbezogen und beweisen diese Tatsache.

Die innere Stimme des bewussten Mannes fragt: Wie kann ich mit diesem Wert in die Welt gehen und wie fühle ich mich damit? So kommen wir wieder zur Stimmigkeit. Wenn man so will auch zu mehr „EQ“. Schlussfolgernd ist die innere Stimme der Coach des bewussten Mannes, von wo aus erst zu ihm hin und dann wieder von ihm weg allumfassend gehandelt wird. Fazit: Was ist mein Wert, so dass wir uns selbstbewusst ausdrücken können? Ein bewusster Mann stellt sich also immer die Frage, ob er stimmig ist. Nur, gleichermaßen folgt er auch seiner Intuition. Erfolg mit Herz und Verstand!

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