Im bewegten Kern des Mannes

Pläne schmieden oder Kraft tanken, sich in neue Aufgaben stürzen oder abwarten. Welche Ziele verfolgen oder überhaupt? Geht es um mich, meine Karriere, meine Arbeit oder um etwas Größeres? Wenn es doch um etwas Größeres geht, dann bleiben Gedanken und Emotionen vom Kern (Yin) unberührt. Dennoch, wer dem inneren Kern folgt, kann sowohl der Stille, als auch der Bewegung dieses Prinzips folgen. Es ist immer beides vorhanden, und zwar fließend. Es ist uns manchmal fremd und doch so nah, weil wir selbst aus dieser Energie gemacht sind, unser ganzes Leben und unsere Existenz. Es ist uns selbstverständlich und doch nicht, wenn die Kraft des Wassers in der kältesten und dunkelsten Jahreszeit in unserem Körper wirkt.

Wir benutzen es täglich und denken darüber nicht nach. Es verbindet, bewegt und heilt uns. Es zieht uns magisch an oder treibt uns in eine andere, universelle Welt. Nicht nur so kann man die Kraft des Wasserelements, die Urquelle, den Kern allen Seins, sondern auch das Gegensätzliche, die Polaritäten, die dieses Element am stärksten konzentriert, in sich spüren und verstehen lernen. Dass gegensätzliche Energien immer in uns vorhanden sind, wird einem Mann bewusst, wenn er sich mit seinem Kern verbindet. In seinem Inneren herrscht das Weiche, Sanfte, Empathische, Hingebungsvolle. Das spüren Frauen besonders, die mit einem “Wassertyp” im Kontakt stehen. Nicht umsonst besitzt dieser Manntyp eine seelische Tiefe und innere Kraft. Allerdings gilt dies auch für Frauen. Den gegensätzlichen Kern in sich zu spüren, bedeutet auch alte Rollenklischees aufzugeben und sich auch manchmal durch Rückzug zu bewegen.

Wo Rückzug ganz natürlich ist, fällt trotzdem das Verhalten ganz unterschiedlich aus, wenn die Ernährung oder Entspannung zum Kernpunkt wird. Die einen neigen zum Hamstern und Vorräte schaffen und die anderen zum Fasten. Wozu  eigentlich und für wen? Aus dem tiefsten Inneren heraus kann wirkliche Integrität entstehen. Eine integere Haltung, die nicht nur den eigenen Körper betrifft, sondern auch eine gemeinschaftliche, humanistische. Wenn wir uns mit dem verbinden, was jetzt unsere Naturkraft zu bieten hat. In der jetzigen Phase des tiefsten Yins werden Tod und Leben, Sterben und Geburt, bei Einigen, die sich mit dem Wasserelement verbinden, zu einem tieferen sinngebenden Verständnis von Zusammenhängen über sich selbst und die Natur hinaus wachsen. Sie werden sich vielleicht über die Vergänglichkeit des Lebens bewusster und können daraus schlüssigere, sinnvollere Handlungen hervorbringen und in eine bessere Harmonie mit sich selbst kommen. Vielleicht werden einige den Mut haben, in ihrem Alltag etwas Grundlegendes zu verändern, mag es ein Schlüsselereignis oder ein Reiz sein. Wichtig ist jedenfalls, seinem inneren Kern zu vertrauen.

Ein Mann, der seinen Kern wahrnimmt, erkennt nicht nur das Yin in seinem Kern, sondern auch die Bewegungen aller Kräfte in seinem Körper, die besonders im Wasserelement wurzeln.

Egal in welcher Elementen-Lehre, ob in der alten westlichen oder der TCM, hat das Wasser immer die Bedeutung von Harmonie, Willenskraft, Lebensenergie, Mut, aber auch, wenn es nicht ausgeglichen ist, von Angst. Die Bewegung des Wassers und mit ihr auch die Stofflichkeit trägt alle Qualitäten in sich und spiegelt auch unser menschliches Wesen wieder. Sind wir übersäuert oder gar im Gleichgewicht? Das kann man sich eigentlich jeden Tag selbst beantworten.

Fakt ist, dass das Größere uns alle angeht und über sein Ego hinausgeht. Dass das Klima sich ändert, ist natürlich, aber der Klimawandel nicht. Die Disharmonie in der Welt fordert eine Harmonie zweier Pole in dem kleinsten menschlichem Gefüge heraus. Es geht um eine ausbalancierte Beziehung von weiblichen und männlichen Fähigkeiten, sowohl beim Mann, als auch in der Frau.

So kann das Gegensätzliche sich wieder anziehen und beides in sich verwirklicht werden. Im Kern ein harmonisches Miteinander und im Größeren eine logische mit einer metaphysischen Denkweise verbinden.

 

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