Das Feuer im dominierenden Yang

Das Feuer, als ein Element der 5-Wandlungsphasen (TCM-Lehre), nimmt auf die jetzige gesellschaftliche Phase besonderen Einfluss. Denn was das Feuer angeht, so hat das Herz nach dieser Lehre die Schlüsselfunktion im Regieren über alle anderen Organe. Der Perikard besitzt die Schutzfunktion, der Dünndarm die Trennung von Reinem/ Wichtig und Unreinem/ Unwichtig und der Dreifacherwärmer regelt die physischen und psychosozialen Schutzmechanismen.

Der Wesenskern des Feuerelements wird auch „Shen“ oder Bewusstsein genannt und entspringt einer höheren Intelligenz, die wir nur nutzen können, wenn wir mit dem Herzen verbunden sind. Was sagt uns das eigentlich? Erstmal nicht viel. Erst bei genauer Beobachtung können wir die Zusammenhänge zwischen dem Organischen auf der Mikro- und der Ökonomie auf der Makroebene erkennen. Gerade im Sommer zeigt sich das Element Feuer in seiner intensivsten und energetischsten Form. Das Wachstum, das Kraftvolle, die Blüte des Yang in der Natur erreicht in der Mitte der Jahreszeiten seinen Zenit auch im Menschen. Der Yang-Aspekt, der nicht nur das Körperliche schützt, formt auch den Aspekt des Yin. Kein Wunder, dass gerade jetzt so viele Innovationen, Kreationen, neue Beziehungen, Lebensveränderungen und überhaupt Bewegungen stattfinden. Doch was dem einen gut tut, ist dem anderen zu viel.

In unserer Gesellschaft haben wir mittlerweile ein „Dauerfeuer“ in Funktion der Produktivität und Effizienz des Kapitalismus. Damit die Kräfte von Natur, Mensch und Gesellschaft sich nicht erschöpfen oder aus den Fugen geraten, können wir mit unserer Yin-Energie gegensteuern. Das, was aber die Wenigsten wissen ist, dass ein andauerndes „Gegensteuern“ den gesunden Körper aus seiner natürlichen Balance heraus reist. Wir wundern uns sogar noch darüber, wenn die Hormone mit uns durchgehen, das Wetter unsere Aura beeinträchtigt, unser Essverhalten gestört ist und im Allgemeinen Beschwerden auftreten, die auf physischer und psychosozialer Ebene nie vorher auftraten. Wenn die Schulmedizin nicht mehr weiter weiß, ist oftmals eine Heilung im energetischen Bereich möglich. Das Nichtsichtbare des Körpers ist oft die Ursache, die zu überprüfen ist: der Yang-Anteil im Menschen. Das dominierende Yang in unserer Gesellschaft hat den natürlichen Prozess der Ausgewogenheit zwischen Yin und Yang gestört. Seit acht Jahren geht das Wirtschafts- und Finanzwachstum auf Kosten derer, denen es dabei nicht mehr gut geht. Die Stimmung lässt sich leicht am Konsumverhalten messen. Es ist immer entweder zu viel oder immer zu wenig.

Ein Ungleichwicht des Feuers lässt sich auch am „Shen“ erkennen, da unsere Herzenergie an unseren Emotionen beteiligt ist. Wenn wir also wirklich das Feuer im dominierenden Yang ausgleichen wollen, ist jetzt erst recht die Zeit, sich mit dem Herzen zu verbinden. So können Verwirrtheit und Zerstreutheit im Geist vermieden oder aufgehoben werden. Eine unklare Kommunikation und Denkfähigkeit und auch eine unterschwellige Unsicherheit, Ängstlichkeit oder Nervosität rauben uns sonst auf die Dauer unsere Lebensenergie. Es würde schon fast ausreichen, unseren Geist durch Neutralität zu stärken. So wären wir in der Lage, den andauernden unnatürlichen Stimulationen und künstlichen Bedürfnissen zu widerstehen und würden trotzdem eine innere, wahrhaftige Freude in uns ruhend erfahren. Eine besondere Freude, die von einem klaren und gesunden Geist und von einer emotionalen Stärke und Humor getragen wird.

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