Schmerzkörper des Mannes

Wer ich bin, wer ich sein werde, das wird nicht nur im Laufe unserer Individualentwicklung von der Genetik bestimmt, sondern auch von allen angesammelten Informationen vor, während und nach unserer Geburt, die in allen sieben Körpern gespeichert werden. Das klingt erstmal nicht einleuchtend für Menschen, die sich hauptsächlich nur mit ihrem physischen Körper beschäftigen. Wer sich aber weit zurück erinnern will, kann auch über seinen ätherischen, astralen und mentalen Körper mehr und mehr erfahren. Was viele von uns kaum berücksichtigen: 90% unserer Wahrnehmung ist von unseren Informationen in unserem eigenen Körperfundus bestimmt und diese werden über unseren Schmerzkörper erst zugänglich.

Der astrale Körper, auch Schmerzkörper oder Emotionalkörper genannt, stellt jedoch für die individuelle Entwicklung des Menschen eine entscheidende Brücke zwischen Bewusstwerdung von Gedanken/Informationen und Bewältigung von Emotionen dar. Denn mit ihm nehmen wir am stärksten Einfluss auf unsere Gefühlswelt momentan, in uns selbst und auf unsere Umwelt. Mit ihm drücken wir das aus, was wir empfinden oder aber auch unterdrücken. Mit dem Schmerzkörper entwickeln wir unseren Lebensstil und unsere Qualitäten.

Wenn man bedenkt, dass ein Mensch über 210 verschiedene Zelltypen besitzt, die alle eine Funktion erfüllen und auf dieser kleinsten Ebene genauso irreversible Wandlungen durchlaufen, die also unumkehrbar sind, ist es nicht weit hergeholt, dass viele Krankheiten ab einem bestimmten Alter erst entstehen, sogar als typische Männerkrankheiten bezeichnet werden. Mit unserem Lebensstil beeinflussen wir nicht nur unsere Wandlungsphasen bis zu einem gewissen Reifegrad, sondern auch unseren Alterungsprozess in der Rückentwicklung.

Der Schmerzkörper des Mannes wird diesbezüglich kulturell und gesellschaftlich kaum berücksichtigt, obwohl er sehr wohl auf die Gesundheit des gesamten Zellenstaates einwirkt.

So wie die Frau in ihrem Zyklus in die Wechseljahre kommt, macht der Mann ebenfalls eine Wandlung durch, die verborgener ist, aber trotzdem vorhanden. Aber ab wann wir mit diesem Wandel bewusst umgehen und mit den einhergehenden Alterungsprozessen oder Krankheiten, bleibt uns selbst bestimmt mit dem Umgang unseres Schmerzkörpers.

Was also hat der Schmerzkörper mit unserer Ontogenese zu tun?

Der Schmerzkörper des Mannes funktioniert meist anders als bei Frauen.

Beim Mann werden Schmerz und Schmerzkörper eher verdrängt, so wie sie es von Kind an gelernt haben. Häufig teilen sie nicht einmal ihre Gedanken über Gefühle und Emotionen mit ihrer Partnerin.

Während Frauen häufiger emotional reagieren, offen mit ihren Gefühlen umgehen und öfter versuchen, ihren Schmerzkörper durch Achtsamkeit , Bewusstsein oder Hingabe aufzulösen, sind doch die meisten Männer weiterhin verschlossen. Frauen hingegen machen ihren Schmerzkörper sichtbar, indem sie das „Fühlen und Erfühlen“ zulassen. Das hat etwas mit wahrnehmen zu tun. Wie sonst kann man sich den Schmerzkörper bewusst machen?

Durch Verdrängung werden Schmerzkörper größer und damit verbundene Muster und Manifestationen.

Typische Männerkrankheiten, wie auch Frauenkrankheiten, haben daher ihren Ursprung in der Unterdrückung von Gefühlen.

Es sind alle negativen Emotionen und Gefühle, negative Gedankenmuster, ob nun kurzfristig oder langfristig auf dieser Ebene verankert, die mal durch unseren Willen oder unbewusst in Lebensumständen und Beziehungen ausgelöst werden. In unseren Erinnerungen gehören auch schmerzvolle Erinnerungen, die sich als Muster immer wieder in ähnlichen Situationen und Beziehungen auftun. Der Schmerzkörper beschreibt schon begrifflich, was in ihm enthalten ist: alles Leid, welches als körperliche Reaktion wie Wut, Zorn, Trotz und besonders als Unbehagen oder Angst zum Ausdruck kommt oder subtil vorhanden ist.

Erkennt der Mann, dass er selbst zu seiner natürlichen Körperfunktionalität beitragen kann, indem er seine Schutzhaltungen und Strategien des Egos durch rational-objektive Gedanken und Verhaltensweisen austauscht, kann er in dieser Reihenfolge das wahrnehmen was gerade in seinem Körper und mit ihm ist. Das Wesentliche dabei ist das Akzeptieren und Annehmen, Beobachten und Erfühlen. Er kann die wahren Ursachen für seinen Schmerz oder seine Blockaden erkennen und verstehen. In diesem Bewusstsein kann er seinen Schmerzkörper auflösen. Das jedoch bleibt immer noch die größte Herausforderung für den leistungsorientierten Mann, sich mit den eigenen Emotionen auseinanderzusetzen und den damit verbundenen Themen. Bewusste Hygiene für den eigenen physischen Körper bedeutet eben auch bewusste Hygiene für seine Emotionen.

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