Mehr Sein durch mehr Gefühl

„Hätte ich doch bloß auf meinen Bauch gehört“. Wer kennt diesen Gedanken nicht. Und andersherum, weiß jeder, der in einer Situation aus dem Bauch heraus Entscheidungen trifft, dass diese meist richtig liegen. Doch um die Fähigkeit des Bauchgefühls nutzen zu können, bedarf es mehr Zeit mit sich, mit seinem Körper. Die Zeit, die uns fehlt, wenn es darum geht, sein Befinden wahrzunehmen und den eigentlichen inneren Bedürfnissen nachzugehen, anstatt seinem Ego.

Erkennen, Unterscheiden, Verstehen, drei wesentliche Eigenschaften der Selbstwahrnehmung sind grundlegende Vorrausetzungen für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, also des Selbstbewusstseins. Doch die Fähigkeit des Bauchgefühls hängt stark von der eigenen Sensibilisierung auf der Empfindungsebene ab. Ob männlicher oder weiblicher Natur, uns ist die Fähigkeit angeboren. Es gibt eigentlich keinen Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Bauchgefühl, wie es kulturell behauptet wird, lediglich, dass Frauen häufiger darauf vertrauen und ihr Gefühl nutzen. Gefühl dient eigentlich dazu, sich selbst besser kennenzulernen.

Wie kann ich also als Mann meine angeborenen Ressourcen zum „Mehr Sein“ nutzen?

Zunächst setzt das „Wie“ erst einmal ein gesundes Kohärenzgefühl zu seinem eigenen Körper voraus. Eine Harmonie oder Stimmigkeit, die immer schwieriger wird. In der männlichen Berufswelt der Manager und Führungskräfte bestimmen Logik und rationales Denken weiter. Sie benutzen meistens eine Intuition auf Verstand basierend. Und will der Mann im Strom der immer komplexeren und schwankenden Wirtschaftsdynamiken mithalten, so darf er doch seine Mitte nicht verlieren. Allgemeine Werte, wie die ausgewogene Ernährung, genügende Bewegung als Ausgleich für Stress oder Wellness-Massagen führen aber nicht automatisch zum Sein. Denkt der Mann einmal weniger,  kommt so langsam auch sein Gefühl zum Vorschein, wenn er sich die Zeit nimmt. Aus dieser Stimmigkeit heraus kann er besser mit sich sein, besser seine Ziele erreichen und sich verwirklichen.

Jeder  Mann, der sich seine weiblichen angeborenen Aspekte, die meist unbewusst  vorhanden sind, bewusst macht, nähert sich den Grundprinzipien des Lebens von Yin und Yang, aber auch seinem Sein, seiner inneren Mitte. In seiner Mitte wird er mehr auf sich selbst Acht geben und auf seine innere Stimme hören. Er wird sowohl seinem Bauchgefühl als auch seinem männlich betontem Gefühl stimmig werden. Er wird die richtige Balance zwischen Denken, Fühlen und Wollen finden.

Wie Laotse aus „Die Drei Säulen der Weisheit“ so schön sagt…“Wer zufrieden ist, ist reich. Wer seine Mitte nicht verliert, der dauert.“

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