Bewusste Leidenschaft

Jeder Mensch lernt im Laufe seines Lebens unterschiedliche Qualitäten des Fühlens kennen und der darauf bezogenen Wahrnehmung sowie Verarbeitung. Keine andere Emotion kann uns so sehr beflügeln mit all ihren Formen aus  Liebe und Hass wie die Leidenschaft. Brennen, Stechen, Schmerzen, Schwindel, Flauheit, Betäubtsein, wie auch immer wir diesen Gemütszustand körperlich und geistig als Zuneigung oder Ablehnung wahrnehmen oder beschreiben, er kann uns so sehr aus der Fassung und uns um unseren Verstand bringen, dass wir  blind glauben, das Verliebtsein sei für ewig. Beim Verliebtsein sind uns nur allzu oft die körperlichen Symptome bekannt, die mit unseren Big 5-Hormonen wie Oxytocin, Neurotrophin, Serotonin, Dopamin und Testosteron durch eine vermehrte Ausschüttung hervorgerufen werden. Ein Mix, der sich positiv auf unser Vertrauen und unser Gleichgewicht zwischen Mann und Frau in der Beziehung auswirkt.  Bei verliebten Männern sinkt der Testosteronspiegel, während bei Frauen die Konzentration im Blut nachgewiesenermaßen ansteigt.

Die Leidenschaft in der Beziehung zwischen Mann und Frau erblüht solange sie immer wieder neu bewusst  kreiert wird.  Doch in den meisten Beziehungen scheitet die Liebe an der verloren geglaubten Leidenschaft.  Eine Leidenschaft, die im Verliebtsein ihren Ausdruck  findet.  Umso bedeutender kann eine bewusst eingesetzte Leidenschaft sein, die vergleichbar mit Hingabe ist.

Eine Leidenschaft, die in der bewussten Wahrnehmung und eigenen inneren Tiefe ihren Ursprung findet und als Ausdruck für die Liebe im Wandel von Yin und Yang eine immer wiederkehrende Anziehungsphase hervorbringen kann.  Die sich wie in den universellen Bewegung im  Auf und Absteigen, Öffnen und Schließen dieser Kräfte immer wiederholt und vereint, sich von einer Blüte des Lebens zur nächsten tragen lässt. Im Wandel entsteht das Wachsen. Versteht der Mann die bewusste Leidenschaft als Schlüssel für bewusstes Begehren und die Frau als bewusste Lust  für eine immer wiederkehrende Verliebtseinsphase, werden nicht nur sinnliche Räume geschaffen, sondern Grenzen durchbrochen, die in die eigene Tiefe des Erfahrens, des Bewusstwerdens gehen. Um mit Hingabe zu sich selbst zu wachsen, aber auch in der Beziehung und zu einer bewussten Leidenschaft.

Die Kunst besteht darin, männliche und weibliche Attribute wie Begehren und Lust in einem selbst  zu  finden und zu vereinen, deren Balance und Sinnlichkeit die bewusste Leidenschaft ausmacht. Eine Kunst, die sinnlich bewegt und im Positiven wahrhaft entspannt.

 

 

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