Die Sinnlichkeit im Mann

Sinn findet man über die Sinnlichkeit. Das wird uns „Arbeitstieren“ immer häufiger bewusst.

Ein Rückzug zu seiner Seelenkraft bedarf dennoch der Bewusstwerdung von Sinn in unserem Leben. Es ist alles Geld der Welt und Besitztum bedeutungslos, wenn wir älter werden, krank oder einen lieben Menschen verlieren. Warum uns dies erst dann bewusst werden lassen, wenn es einen selbst trifft? Nein gerade jetzt ist die Zeit der Sinnfrage populärer denn je,  und wo man hinschaut, wird alles Mögliche für eine besinnliche Stimmung getan. Buddhas schmücken sämtliche Räume aus und Feng Shui  begleitet uns durch den Alltag.

In dieser rasanten Zeit, wo Wohlstand und Elend weiter anwachsen, bleibt wenig Zeit für Sinnlichkeit. Aus dem Dauerstress des andauernden „Schaffen-Müssens“ gibt es doch einen Sinn für weit mehr im Leben. Sinnlichkeit kann jeder Mann finden, der bewusst seine „weiblichen“ Energien einsetzt, nämlich in der Hingabe. Dies erfährt er am stärksten, wenn er mehr und mehr nach innen sieht und sich dahingehend öffnet. Wenn der Mann  mehr Gefühl zeigt, für Details im Kleinen und im Großen.  Sich auszudrücken im  „Nichts tun“ oder „Nicht denken“, im Eintauchen in den Moment, in einer Stille, die den Mann berührt, wirkt sich voll und ganz auf sein sinnliches Schöpfen aus. Er kann seine Ur-Kräfte Yin und Yang ausbalancieren. Der Mann wird nicht nur ganz sein, sondern ebenso seinen Sinn zum Ausdruck in seiner Sinnlichkeit entdecken. Die Verbindung mit dem Herzen, also mit dem Gefühl lässt kein Wollen oder Begierden mehr zu. Eine Hingabe an den Moment, eine Zuwendung zum Weiblichen gibt dem Mann die Energie, die er für sich braucht. Das Sinnliche im Mann macht ihn einfühlsamer und empathischer, aber auch ausgeglichener in seinem Wirken. Die Sinnlichkeit des Mannes wirkt sich auf das gesamte Frauenbild positiv aus. Denn ein sinnlicher Mann wird immer mehr mit der Weiblichkeit verbunden sein, mit ihr auf gleicher Höhe kommunizieren, als nur ein Mann. Der sinnliche Mann lebt mehr in der Gegenwart und hat somit mehr Lebenszeit, die für ihn und in seinen  Beziehungen zur Verfügung steht. Es klingt vielleicht paradox, aber auch in seiner Arbeit wird der sinnliche Mann weniger  Strategien entwickeln, dafür  mehr auf sein Bauchgefühl hören und weniger denken, doch dabei wahrscheinlich eher wachsen und Erfolg haben. Zwar geht ein Mann, der seine weiblichen Anteile zulässt, mehr Risiko ein, da er verletzlicher ist. Weil ein Mann glaubt, immer in Konkurrenz zu sein, wird der sinnliche Mann früher oder später aus dem Konkurrenzkampf aussteigen. Das macht Sinn.

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